Sabine Vosseler-Waller

In guter Gesellschaft

Mischtechniken auf Leinwand und Farbradierungen

7. Juli bis 9. September 2019

Öffnungszeiten:
Montag – Samstag: 8 bis 19 Uhr
Sonn- und Feiertage: 9 bis 14 Uhr

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Sabine Vosseler-Waller

Sabine Vosseler-Waller, geboren 1957 in Montreal, Kanada, wuchs in Villingen-Schwenningen auf. Sozialpädagogikstudium in Esslingen, Studium am Seminar für Malerei Stuttgart und an der Kunsthochschule Nürtingen.
Seit 35 Jahren arbeitet sie mit Farben, lässt sich inspirieren von Licht, Wasser, Pflanzen, Steinen, Schatten, Verwitterungen, Spiegelungen, Erinnerungen, Zusammenhängen.
Seit 25 Jahren stellt sie aus und erfährt, wie unterschiedlich die Betrachter erleben, in Worte zu fassen suchen und es ihr vielleicht wieder zukommen lassen. Kunst ist Verbindung!
Die Farbradierungen entstehen in einer mit der Zeit gefundenen Mischtechnik aus Hoch- und Tiefdruck auf Kupfer, Tetrapack oder Karton. Sie arbeitet in die Tiefe, in die Höhe, reserviert, verwischt, collagiert, druckt mehrfarbig.
Und ist selbst oft genug überrascht von den entstandenen Blättern.
Die Malerei auf Leinwand ist auch dem Augenblick geschuldet.
Das Spiel kann Monate gehen, ganz schön ernst werden … das Ende ist offen und spannend sowieso!
Weitere Informationen zu Sabine Vosseler-Waller:
www.vosseler-waller.de

Im Vorfeld hat Pfarrerin Ute Bögel mit der Künstlerin gesprochen:

Wie kamen Sie denn eigentlich zur Kunst?
Gute Frage (lacht). Vielleicht kam eher die Kunst zu mir? Farben haben es mir schon immer sehr angetan. Ich habe ganz deutlich vor Augen, wie ich als Kind bei meiner Oma Anna im Garten sitze und mit Buntstiften ein Blatt ums andere bemalt habe. Als Kindergartenkind habe ich mal über ein Jahr lang nur weiße Kleidungsstücke getragen, das war sozusagen meine weiße Phase. Mittlerweile ist meine Farbpalette sehr viel bunter geworden …
Dass ich die Kunst zum Beruf machen könnte, hatte ich lange nicht im Blick, das kam dann erst später. Das Malen hat mich nie losgelassen, es ist ein nicht wegzudenkender Bestandteil meines Lebens.

Was ist das Schöne und Wichtige am Malen für Sie?
Oft werde ich selbst überrascht von dem, was im kreativen Prozess entsteht. Ich male lange an meinen Bildern, das kann Monate dauern, im Einzelfall auch einmal länger, bis ich das Gefühl habe: so, jetzt ist es stimmig, jetzt passt es. Dadurch gewinnen meine Bilder eine besondere Dichte und Tiefe – sie sind nicht auf den ersten Blick zu durchschauen, sondern sind vielschichtiger und lassen den Betrachtenden Raum für eigene Interpretationen. Manches erschließt sich erst auf den zweiten Blick, manches entdeckt man erst auf den dritten Blick… Ich mag Bilder, die gleichsam ihr Geheimnis bewahren.

Es kommt ja auch immer auf den Zusammenhang an, nichts steht für sich allein. Ich arbeite gerne mit Kontrasten, unterschiedlichen Materialien und Techniken. Das übt auf mich einen großen Reiz aus, weil sich in der Kombination ein reichhaltiges Ganzes mit vielen einzelnen Facetten ergibt. Das gilt für die Kunst übrigens genauso wie fürs Leben überhaupt. Sonst wäre es langweilig und fade.

Werden Sie auch selbst einmal durch die Ausstellung führen?
Ja, ich freue mich darauf, am Nachmittag des Stiftsfests (Sonntag, 7. September) interessierte Gäste durch meine Ausstellung zu führen. Ich bin gespannt auf die Begegnungen und Gespräche.

Vielen Dank für das Gespräch!

Anne Linder, Volker Sonntag

Schwingungen

Keramikschalen (Anne Linder), Malerei (Volker Sonntag)

17. November 2019 bis 6. Januar 2020

Öffnungszeiten:
Montag – Samstag: 8 bis 19 Uhr
Sonn- und Feiertage: 9 bis 14 Uhr