Bertram Till

So bist Du Mensch

Bilder - Skulptur - Film

31. März bis 26. Mai 2019

Öffnungszeiten:
Montag – Samstag: 8 bis 19 Uhr
Sonn- und Feiertage: 9 bis 14 Uhr

PDF-Flyer

Bertram Till

Bertram Till arbeitet vielfältig, experimentierfreudig und genreübergreifend. Seine Arbeiten erzählen Geschichten, suchen den Dialog und stellen Fragen an den Betrachter. Was zeichnet den Menschen aus? Welche Bilder verbinden wir mit dem „Guten“ und dem „Bösen“ des Menschen? Wo stehe ich? Wo stehen wir? Christliche und mythologische Überlieferungen dienen als Grundlage von Überlegungen und Diskursen. Welche aktuellen Botschaften senden sie uns heute?

Er arbeitet gerne gegensätzlich. Am Anfang steht für ihn die intensive Auseinandersetzung mit seinem Thema. In seinen künstlerischen Arbeiten überträgt er Erfahrungen aus der Bildhauerei auf die Malerei und umgekehrt. Grobe Schnitte mit der Motorsäge finden sich neben feinen Malereien. Einem eher abstrakt gehaltenen Konzept setzt er konkrete Elemente entgegen. So wie der Mensch eben auch ist.

Schließlich finden sich seine Objekte in Videoproduktionen wieder, werden zu Tanzpartnern in den Filmen, hinterlegt von seinen komponierten Musikstücken.

Weitere Bilder, Videos und Musik mit Bertram Till: www.bertram-till.de

Im Vorfeld sprach Pfarrerin Bögel mit dem Künstler:

Sie haben ja eine unglaublich künstlerische Bandbreite: Sie sind bildhauerisch tätig und schaffen große Holzskulpturen, Sie sind in der Malerei zuhause, Sie arbeiten mit Videoinstallationen und komponieren und spielen Gitarre … wie verbinden Sie das alles miteinander?
Ich schätze diese Vielfalt ungemein. In der Praxis ist es dann schon so, dass ich phasenweise unterschiedliche Schwerpunkte lege. Wenn ich an einer großen Holzskulptur arbeite, dann muss ich da auch dran bleiben, dann gibt es zumindest für einige Tage hintereinander nur diese Skulptur, damit der kreative Prozess sich auch entfalten kann. Wenn mich eine Idee „gepackt“ hat, dann muss ich die auch umsetzen.
Wenn ich unterwegs bin, habe ich immer meinen Skizzenblock dabei. Da halte ich dann fest, was mir so über den Weg läuft, oder wenn ich auf eine Idee komme…
ob das dann letztendlich in einer Skulptur oder einem Bild oder einem Video aufgenommen und umgesetzt wird, das klärt sich dann erst später. Manches muss ja auch reifen und sich weiterentwickeln. Aber die Idee an sich ist festgehalten und kann mir nicht mehr verloren gehen.

Gibt es bestimmte Themen, die Ihnen besonders am Herz liegen?
Kunst steht ja erst einmal für sich und soll nicht verzweckt werden.
Aber natürlich fließt das, was ich erlebe, in meine Arbeiten mit ein. Das können Erfahrungen im persönlichen Bereich sein, aber auch Themen, die politisch –gesellschaftlich „dran“ sind. Die disparate gesellschaftliche Lage treibt mich gerade sehr um: die allgemeine Unzufriedenheit und das Aufkommen extremer Positionen. Da frage ich mich, woher das kommt und was man dem auch künstlerisch entgegensetzen kann. Ich habe mich einmal mehr intensiv mit Martin Luther Kings Rede „I have a dream“ auseinandergesetzt, dazu ist eine Collage und ein Video entstanden.

Werden Sie auch einmal selbst durch Ihre Ausstellung führen?
Ja, gerne. Ich finde es spannend, mit anderen Leuten über meine Kunst ins Gespräch zu kommen.

Sonntag, 5. Mai 2019 um 11.30 Uhr – ich freue mich auf interessierte Besucherinnen und Besucher!

Vielen Dank für das Gespräch!

Sabine Vosseler-Waller

In guter Gesellschaft

Mischtechniken auf Leinwand und Farbradierungen

7. Juli bis 9. September 2019

Öffnungszeiten:
Montag – Samstag: 8 bis 19 Uhr
Sonn- und Feiertage: 9 bis 14 Uhr

PDF-Flyer

Sabine Vosseler-Waller

Sabine Vosseler-Waller, geboren 1957 in Montreal, Kanada, wuchs in Villingen-Schwenningen auf. Sozialpädagogikstudium in Esslingen, Studium am Seminar für Malerei Stuttgart und an der Kunsthochschule Nürtingen.
Seit 35 Jahren arbeitet sie mit Farben, lässt sich inspirieren von Licht, Wasser, Pflanzen, Steinen, Schatten, Verwitterungen, Spiegelungen, Erinnerungen, Zusammenhängen.
Seit 25 Jahren stellt sie aus und erfährt, wie unterschiedlich die Betrachter erleben, in Worte zu fassen suchen und es ihr vielleicht wieder zukommen lassen. Kunst ist Verbindung!
Die Farbradierungen entstehen in einer mit der Zeit gefundenen Mischtechnik aus Hoch- und Tiefdruck auf Kupfer, Tetrapack oder Karton. Sie arbeitet in die Tiefe, in die Höhe, reserviert, verwischt, collagiert, druckt mehrfarbig.
Und ist selbst oft genug überrascht von den entstandenen Blättern.
Die Malerei auf Leinwand ist auch dem Augenblick geschuldet.
Das Spiel kann Monate gehen, ganz schön ernst werden … das Ende ist offen und spannend sowieso!
Weitere Informationen zu Sabine Vosseler-Waller:
www.vosseler-waller.de

Herzliche Einladung zur Vernissage

am Sonntag, 7.Juli 2019 um 14 Uhr
Johannes-Brenz-Saal, Stift Urach

Begrüßung:
Ute Bögel, Pfarrerin, Stift Urach

Einführung in das Werk
Michaela Speidel im Gespräch mit
Sabine Vosseler-Waller

Musikalische Begleitung::
Klangimprovisationen
Hans-Peter Zuther und Peter Waller

Wir laden ein zum Ständerling im
Anschluss an die Ausstellungseröffnung